Info Java und Bali

Die Inseln Java und Bali liegen im Südpazifik Sie stellen die bedeutendsten der 13.600d Inseln der Republik Indonesien in Südostasien dar. Die mit Sicherheit bekanntesten Inseln Indonesiens, faszinieren schon seit vielen Jahrzehnten ihre Besucher durch die zahlreichen und vielfältigen Atraktionen, die sie zu bieten hat. Es ist wirklich schwer zu sagen, was eigentlich am beeindruckendsten ist: die Reisterrassen, die in einem fast unwirklichen Grün schimmern und in deren Wasserflächen sich der Himmel und die Wolken spiegeln, die eindrucksvollen Berglandschaften im Innenland mit ihrem gedämpften Licht und den stillen Seen und den schlichten Pagodendächern der Tempel, oder sind es vor allem die Strände und die Tauch - und anderen Wassersportmöglichkeiten?

Klima

Obwohl die gesamte Inselgruppe in Äquatornähe liegt, herrscht auf den einzelnen Inseln unterschiedliches Klima. Die vier großen Inseln Borneo, Sumatra, Sulawesi und Java, zahlreiche kleinere Inseln und Irian Jaya (Westguinea) haben tropisches Monsunklima, das den einzelnen Gegenden teils sehr unterschiedliche Regenmengen bringt, die oft über das ganze Jahr verteilt sind. Im allgemeinen nehmen die Niederschläge nach Osten ab. Es herrschen ganze Jahr hohe Temperaturen das über, Schneefälle sind nur in den Hochlagen über 5000 m in Irian Jaya bekannt.

Flora und Fauna

Rund ein Viertel der Inseln ist vulkanischen Ursprungs und verfügt über sehr fruchtbare Böden. Sumpfige Tiefebenen mit zahlreichen Gewässern und dichtem Mangrovenbewuchs finden sich vor allem in Südborneo und Ostsumatra. Große Teile der Inseln sind mit Wäldern (Tropischer Regenwald) bedeckt, die durch  Abholzung und durch verheerende Waldbrände (z.B. 1997 und 1999) bereits stark dezimiert wurden. Auf den kleineren Inseln im Osten finden sich Savannen und Steppen. In Indonesien findet sich eine große Artenvielfalt, deren Ursprünge sich in Asien und in Australien (Beuteltiere wie z.B. der Sulawesi-Koala) finden. Der britische Zoologe Alfred Wallace war es, der im 19. Jahrhundert die Tiere des Malaiischen Archipels durch die sog. Wallace-Linie zwischen Bali und Lombok in ein asiatisches und ein australisches Reich teilte. Viele der Tierarten sind endemisch, das bedeutet, sie kommen weltweit nur in dieser Region vor. So zum
Beispiel das Sumatra-Nashorn, der Sumatra-Elefant (beide Arten vom Aussterben bedroht) oder die Kobold-Makis auf Sulawesi. Eine endemische Tierart ist auch der Komodo-Waran, eine bis zu 3 m lange und 250 kg schwere Echsenart, die nur auf der Insel Komodo und den direkt benachbarten Inseln vorkommt. Tierarten wie die Hammerhühner nutzen die nicht erloschenen Vulkane, indem sie ihre Eier in die heiße Vulkanasche vergraben und dort ausbrüten lassen. Einzigartig ist auf Indonesien auch die Vogelwelt: rund 1480 Arten wurden gezählt (unter ihnen z.B. die farbenprächtigen Paradiesvögel), das entspricht 16% aller Vogelarten weltweit.

Kultur und Gesellschaft

Bevölkerung

Mit 211.800.000 Einwohnern hat Indonesien weltweit die viertgrößte Bevölkerung. Sie setzt sich aus mehr als 300 ethnischen Gruppen zusammen. Die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe sind die Javanesen (knapp 40%), gefolgt von den Sundanesen, Maduresen, Balinesen und Minang. Größte Minderheit sind die rund 4 Millionen Chinesen. Zwei Drittel der Bevölkerung leben auf Java. Es gibt eine Vielzahl von Sprachen und Dialekten, alleine auf Sumatra werden 15 verschiedene Sprachen verwendet. Offizielle Amtssprache ist Bahasa Indonesia, Handelssprache ist Englisch. Fast 90% der Bevölkerung sind Muslime, wobei der Islam in Indonesien stark vom Buddhismus und vom Hinduismus geprägt ist. Seitdem der Islam sich im 16. Jahrhundert auf Java durchgesetzt hatte, wurde Bali das Zentrum der hinduistischen Bewegung in Indonesien. Seit dem Ende der 80er Jahre besteht für alle Kinder von 7 bis 13 Jahre Schulpflicht, es gibt 49 staatliche Universitäten und mehrere private Hochschulen.

Wirtschaft

Über die Hälfte der Erwerbstätigen in Indonesien sind in der Landwirtschaft beschäftigt.
Hauptnahrungsmittel ist Reis, der vor allem auf Java angebaut wird, wo durch das günstige Klima drei Ernten im Jahr möglich sind. Weiter werden Getreide, Soja, Gewürze und Erdnüsse angebaut. In Plantagen werden Kautschuk, Tee, Kaffee und
Ölpalmprodukte erzeugt. Auch die Industriebetriebe sind überwiegend auf Java
angesiedelt. Wichtigster Industriezweig ist die Nahrungs- und Genußmittelindustrie,
gefolgt von Textil-, Kunstdünger-, Holz-, Papier-, Reifen- und Lederindustrie. Die Ausfuhr
von Rohhölzern ist inzwischen verboten, da die Abholzung der Waldbestände ein
bedrohliches Ausmaß annahm. Indonesien ist reich an Bodenschätzen. Abgebaut werden
u.a. Zinn, Nickel, Bauxit, Kupfer und Erze. Erdöl und Erdgas (Sumatra, Borneo, Java)
decken den Energiebedarf und bringen wichtige Exporteinnahmen. Indonesien verfügt
über drei internationale Flughäfen (Java, Bali, Sumatra), ein gut ausgebautes
Straßennetz gibt es nur auf Java und teilweise auf Bali. Hauptverkehrsmittel zwischen
den Inseln sind Schiffe. Regionale Konflikte gefährden die Tourismusbranche als
wichtigen Wirtschaftsfaktor